Gedichte

Mondnacht

Es glitzert im Teich ein verwunschener Spiegel,

es huscht durch das Beet ein verzauberter Igel.

Es sitzt hinterm Strauch eine schattige Masse,

der Mondhauch versilbert die helle Terrasse.

Es flattert ein Nachtmar dem Mondlicht entgegen –

und naht sich ein Kater auf heimlichen Wegen.

Es blüht vor dem Zaun der vergessene Flieder,

es tropft in dem Schimmer Goldregen hernieder.

Wogegen im Windhauch die Blätter der Birken

leicht zitternd erregt, wie ein Schattenspiel wirken.

Und wo am Holunder die Dolden sich biegen,

im Mondlicht sich winzige Kobolde wiegen…

J. A.