An manchen Tagen
Selbst wenn die Augen Schönes sehen,
in frühen Frühlings Blütentagen,
denkt man bereits ans Rasenmähen
und an des Ungeziefers Plagen.
Sogar die Wohnung, in dem Schein,
der sich durch deine Fenster stiehlt,
scheint dir kein Ruhepol zu sein,
in dem man sich behaglich fühlt!
Ja, überhaupt, an manchen Tagen,
auch in der reizendsten Umgebung,
mag man sich selber kaum ertragen,
fühlt Trübsinn, anstatt froher Regung.
Sind wir nur Sklaven von Gefühlen,
die über freien Geist sich schwingen?
Die mit den Menschenseelen spielen –
und Lust und Traurigkeit bestimmen?
J. A.

Ein wunderbares Gedicht, das mit einem humorvollen Augenzwinkern die deutsche Gründlichkeit hinterfragt …
Danke dafür.
Liebe Anne Welzel-Götz, ich freue mich über Ihren Kommentar und über das freundliche Augenzwinkern! Was wäre unsere Welt ohne Humor! Danke! J. A.