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Roter Mond – Blutmond Gedicht

Blutmond

Bewahr uns, Herr, vor Hass und Kriegen,

lass nicht den Aberglauben siegen!

Auch wenn wir oft daneben treten –

und nur im Notfall zu dir beten,

sind wir geschützt in Deinen Händen,

die Leid und Unheil von uns wenden!

Schenk allen Menschen die dich lieben,

und auch den andern – deinen Frieden!

J. A.

Frauenkirch Dresden

Die wieder neu aufgebaute Dresdener Frauenkirche

Ein sogenannter „Blutmond“ entsteht, während einer totalen Mondfinsternis. Der langwellige blaue Anteil des Sonnenlichtes wird beim Eintritt in die Erdatmosphäre geschwächt und es zeigen sich dem Auge vor allem die roten Töne.

In alten Zeiten hatten diese Himmelserscheinungen, wie Kometen, Mond- oder Sonnenfinsternisse auch eine starke prophetische Bedeutung, z. B. der Stern von Bethlehem.

Aber auch gefährlichen Aberglauben oder Magie brachte man damit in Verbindung.

2 Kommentare

  1. In den „Jugenderinneren eines alten Mannes“ von Wilhelm von Kuegelgen wird 1811 ein Komet erwähnt, der ebenfalls zu abergläubischer Angst und Schrecken in der Bevölkerung führte. Im Grund aber war es die Angst vor dem mächtigen Napoleon, die sich im Volke an dieser Himmelserscheinung festmachte.

    • Stimmt! Dieser Komet von 1811 wird auch von Ludwig Richter in seinen „Lebenserinnerungen eines deutschen Malers“ beeindruckend geschildert. Ein Buch übrigens, das ich sehr zum Lesen empfehlen kann, wie auch das Buch von W. v. Kuegelgen. J. A.

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