Gedanken Gedichte Sonstiges

Der Zug der Kraniche – Gedicht

Zug der Kraniche

Man sah sie heute Morgen wieder

in langen Reihen übern Himmel ziehen.

Mit Klageruf und leuchtendem Gefieder,

im Grau der Wolkenwand voran zu fliehen.

 

Ist es die Sehnsucht, die sie angetrieben

stets unbeirrt den weiten Weg zu wagen?

Dass in der Fremde keiner je verblieben,

wo weder Kälte sie noch Hunger plagen.

 

Ist es der stille Ruf verblasster Ahnen,

der ihnen diese Ziele eingegeben,

dass ihre Vogelseelen sie ermahnen –

stets wieder nach dem Ahnenort zu streben?

J. A.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.