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Maria Theresia – Buchvorstellung

Maria Theresia

von Gertrud Fussenegger

Als Maria Theresia das Erbe ihres Vaters, Karl VI antrat, ging ein Schock durch die Reihen der Minister am Wiener Hof: Eine Frau als Königin? Das konnte nicht gut gehen! So dachte man jedenfalls im 18. Jahrhundert.

Maria Theresia, bereits Mutter von vier Kindern, trat vor allem aus Pflichtgefühl dieses schwere Amt an. Sie war jung und schön, hatte eine sorgfältige Erziehung genossen, war jedoch auf die Aufgabe Staatsgeschäfte zu führen nicht vorbereitet worden.

So musste sie sich völlig neu in diese Pflichten einarbeiten. Bis in die Nacht hinein lesen, lernen, sich informieren. Keine Anstrengung wurde ihr zu viel und aus keinem ihrer aufgezwungenen Kriege ging sie als Siegerin hervor. Aber sie hielt durch und erreichte nicht nur, dass ihr geliebter Mann, Franz Stephan, in Frankfurt zum Kaiser gekrönt wurde, sondern begann ihr vielgliedriges  Reich zu einem modernen Staat zu entwickeln.

Eine spannend geschriebene Biographie, die gut zu lesen ist.

Schön wäre noch eine Zeittafel im Anhang gewesen.

J. A.

Maria Theresia lebte von 1717 bis 1780 meist in Wien. Ihre Regierungszeit dauerte von 1740 bis zu ihrem Lebensende. Die Krönung ihres Gatten, Franz I. zum deutschen Kaiser fand 1745 in Frankfurt am Main statt. Dazu gibt es eine sehr schöne Beschreibung von J. W. Goethe.

Maria Theresias Regierungszeit gilt als der Beginn des aufgeklärten Absolutismus.

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