Gedichte

Alter Bahnhof

Am Schalter das Fenster zertrümmert,

die Schienen verrosten im Gras.

Der Wind in den Dachsparren wimmert,

die Jugend zu fragen vergaß.

 

Einst fuhren hier nächtliche Züge,

gepresst voller Menschen in Not.

Der König im Land war die Lüge,

sein engster Berater der Tod.

 

Nun tänzelt der Wind über Steine,

die niemand mehr aufheben kann.

Dort schlummern verborgen Gebeine.

Kein Denkmal erinnert daran.

J. A.

 

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.