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Verleihung des 12. Bremer Solidaritätspreises

Bremen am 15. Februar 2011

Die Verleihung des 12. Bremer Solidaritätspreises an den burmesischen Künstler und Regimekritiker Maung Thura, genannt Zarganar

Film am Vorabend: „The prison where I live“ von Rex Bloomsstein und Michael Mitttermeier.

Der Bremer Solidaritätspreis wurde diesmal feierlich an den burmesischen Dichter, Satiriker und Regimekritiker Maung Thura, genannt „Zarganar“ , übersetzt die Pinzette, verliehen.

Bürgermeister Jens Böhrnsen übergab die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung, im Rahmen einer Feierstunde, im Bremer Rathaussaal an den im Exil lebenden Sohn, da sich der berühmte Satiriker, Schauspieler und Regisseur gegenwärtig wieder in Haft befindet.

Weder Drohungen, noch Gefängnis, weder Berufsverbot noch Folter konnten Zarganar in den vergangenen 25 Jahren davon abbringen, mit dem künstlerischen Mittel der Satire gegen die Verletzungen der Menschenrechte in seinem Land aufzubegehren.

Diesmal allerdings wurde er wegen seiner humanitären Hilfe für seine von dem schweren Zyklon Nargis im Jahr 2007 betroffenen Landsleute verurteilt. Er hatte vor westlichen Journalisten beklagt, dass die burmesische Regierung keine ausländische Hilfe erlaube.  (Man wirft ihr vor, sie würde die Menschen lieber sterben lassen, als fremde Helfer sehen zu lassen, wie heruntergekommen das einst so reiche Kulturland Burma gekommen ist. Inzwischen gibt es nach Berichten von Flüchtlingen in dem verarmten „Myanmar“ Burma kaum noch Schulen oder Universitäten.)

Nun fand also gestern diese berührende Feier in dem historischen Rathaussaal der Stadt Bremen statt: Zarganas Sohn Myat Kaung und ein Freund und Kollege, Htein Lin nahmen den Preis bewegt entgegen.  Zahlreiche Gäste waren zu dieser Veranstaltung gekommen. Die Festrede  hielt Johano Strasser, der Präsident des P. E. N  – Zentrums Deutschland. Er betonte vor allem die Unverzichtbarkeit der Menschenrechte und das hohe Gut der freien Meinungsäußerung, das wir im Westen oft nicht angemessen zu schätzen wüssten…

Vor Jahren war übrigens auch die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hier Preisträgerin gewesen. Das mit der Ehrung verbundene Geld wird dem Künstler und seiner Familie nützlich sein. Noch mehr aber wohl die Aufmerksamkeit, die durch den gestrigen Akt auf seine Person und auf 2000 andere politische Gefangene in „einem der blutigsten Regime der Welt“ gelenkt wird!

J. A.

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