Gedichte

Lesezeit


Wenn Eis und Schnee wir wieder kratzen

und Wolken voller Hagel platzen.

Wenn Winterwinde heftig brausen

und übel in den Zweigen hausen.

Wenn Stürme an den Fenstern rütteln.

Wenn Menschen sich vor Kälte schütteln.

Dann bleiben Mädchen oder Buben

ganz gern daheim in ihren Stuben.

Auch Clara legt ihr Buch bereit;

denn es ist nunmehr Lesezeit!

Von Drachen, Räubern und Spelunken,

von Schiffen, die dereinst versunken

steht da – in kleinen schwarzen Lettern –

und immer schneller muss man blättern.

Von Kindern, die in ferne Zonen

verzaubert einst, wo sie nun wohnen.

Man möcht, um gar nichts auf der Erden

aus diesem Buch gerufen werden!

Nur noch ein Stück! Gleich kommt die Wende!

Und plötzlich ist das Buch zu Ende.

Schade.                                                                                              J. A.