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Die Entführung aus dem Serail – neuer Opernführer

Die Entführung aus dem Serail

Ein Singspiel  von Wolfgang Amadeus Mozart

 

„Ist das des Bassa Selims Haus?“ –

Belmonte naht als Architekt.

Doch schmeißt ihn ärgerlich hinaus,

Osmin, den diese Frage schreckt.

Denn er bewacht des Bassas Harem,

die Damen, die im Hause wohnen,

bei der Musik der Janitscharen,

verborgen – hinter den Balkonen.

Gefangene im Mohrenlande,

ist Blonde auch, die Dienerin.

Durch eine böse Räuberbande,

kam sie als Sklavin mit dort hin.

Noch übler ist Konstanze dran,

die auch der Sultan aufgekauft,

denn sie gefällt dem Muselmann,

obwohl als Christin sie getauft.

Dass er Konstanzen ihm entführe,

erschien der Freund, das ahnt man schon

an der Musik der Ouvertüre

und bei des Ständchens lockend Ton.

Doch gibt es, außer diesen Dreien,

Pedrillo noch, der unverzagt,

um seine Herrin zu befreien,

ganz mutig auch sein Leben wagt.

Sie alle werden, fast am Ende,

geschnappt von Osmins Personal!

Der möchte foltern sie behende,

genießen ihrer Schmerzen Qual…

Zuletzt durch Bassa Selims Gnaden,

viel edler, als bei manchem Ritter,

der späten Rache zu entsagen,

kommt keiner hinter Schloss und Gitter!

Die Freiheit schenkt er allen Vieren.

Die künden jubelnd drum sein Lob.

Man darf auch wirklich gratulieren!

Nur Osmin flucht auf seinen Job…

J. A.

 

Konstanze – eine spanische Adelige, die von Seeräubern entführt und auf dem Sklavenmarkt an Bassa Selim verkauft wurde

Blonde – ihre englische Zofe

Osmin – der Haremswächter

Belmonte – ein junger spanischer Adeliger, Verlobter von Konstanze

Pedrillo – ein treuer Diener, Geliebter von Blonde

Bassa Selim – ein vornehmer Türke, der einst von Belmontes Vater verfolgt, in die Fremde gehen musste und dort Muslim geworden ist

1782 in Wien zuerst aufgeführt, in deutscher Sprache

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Johann Gottfried Stephanie

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