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Entfremdung – Gedicht

Entfremdung

Wie ist dein Lebensalltag mir entschwunden,

du fragst nicht mehr, was könnten wir noch machen?

Dein Alltag ist mir fremd und fest gebunden

an andre Dinge, die darin zu schaffen.

 

Auch deine Freunde und die Atmosphäre

in der Umgebung werden unbekannter.

So sehr man sich bemüht, so geht die Schere

der Lebenswege aus – einander…

 

Und wenn ich selber mich genau betrachte

und mich in meinem Lebensumfeld drehe,

was heute ist und was ich gestern dachte,

dann staune ich, wo ich zuweilen stehe.

 

Dann bin ich selber mir vielleicht entschwunden?

Die Zeit formt immer wieder neue Kreise.

Da kann man sich nicht stetig selbst erkunden

und fügt sich ein, in seines Lebens Reise.

 

Nur manchmal trifft man auf Vergangenheiten,

zurück wohl träumend, um sich dort zu sehen…

Doch ändert sich der Mensch in seinen Zeiten

und nur die Gegenwart ist zu bestehen!

 

Bahnfahrt im EC

 

J. A.

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