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Gestern und heute – Gedicht

Am Spielplatz, hoch am Turngerät,

sieht man, wie Jan freihändig steht!

Dann schwingt er sich sehr elegant,

mit einer Rolle in den Sand…

 

Und drüben tribbelt Marc hervor

und zielt den Ball genau ins Tor!

Derweil die kesse, blonde Gret,

sich auf der runden Schaukel dreht.

 

Allein der kleine, blasse Nick

sitzt ganz allein am feuchten Schlick,

traut sich nicht auf die Turngerüste,

baut nur Figuren in der Kiste.

70 Jahre später…

Im Park, vor einem Altenheim,

sitzt auf der Bank im Sonnenschein,

der alte Jan mit seiner Frau,

das Auge trüb, die Haare grau.

 

Von Marc weiß keiner eine Spur,

man kennt die alten Bilder nur,

hat den Kontakt total verloren,

sein Leben war – und bleibt – verworren.

 

Von ferne kommt die Mutter Gret,

mit einem fahrbaren Gerät,

das als Rollator sie begleitet,

indem sie hinter diesem schreitet.

 

Ein Klingelton! – Von hinten naht

sich Nick auf dem Elektro-Rad.

Fährt zügig seinen Morgensport

und ist im Nu schon wieder fort…

 

Der Weise läßt sich niemals ein,

auf Zukunftsdeutung, groß und klein!

J. A.

Denn: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen!

(Mark Twain zugeschrieben)

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