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Gestern und heute – Gedicht

Am Spielplatz, hoch am Turngerät,

sieht man, wie Jan freihändig steht!

Dann schwingt er sich sehr elegant,

mit einer Rolle in den Sand…

 

Und drüben tribbelt Marc hervor

und zielt den Ball genau ins Tor!

Derweil die kesse, blonde Gret,

sich auf der runden Schaukel dreht.

 

Allein der kleine, blasse Nick

sitzt ganz allein am feuchten Schlick,

traut sich nicht auf die Turngerüste,

baut nur Figuren in der Kiste.

70 Jahre später…

Im Park, vor einem Altenheim,

sitzt auf der Bank im Sonnenschein,

der alte Jan mit seiner Frau,

das Auge trüb, die Haare grau.

 

Von Marc weiß keiner eine Spur,

man kennt die alten Bilder nur,

hat den Kontakt total verloren,

sein Leben war – und bleibt – verworren.

 

Von ferne kommt die Mutter Gret,

mit einem fahrbaren Gerät,

das als Rollator sie begleitet,

indem sie hinter diesem schreitet.

 

Ein Klingelton! – Von hinten naht

sich Nick auf dem Elektro-Rad.

Fährt zügig seinen Morgensport

und ist im Nu schon wieder fort…

 

Der Weise läßt sich niemals ein,

auf Zukunftsdeutung, groß und klein!

J. A.

Denn: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen!

(Mark Twain zugeschrieben)

4 Kommentare

  1. Olaf Hantl

    Toll, … 70 Jahre später 😉

    Ich habe mal wieder zwei YouTuber kontaktiert, die sich über meine Korrekturwünsche vermutlich nicht sonderlich gefreut haben 😉

    Von Max weiß keiner eine Spur,
    man kennt die alten Bilder nur,
    hat den Kontakt total verloren,
    sein Leben war – und bleibt – verworren.

    Hat mich an unseren gemeinsamen Freund erinnert,
    der uns beide, in diesen beiden Videos beglückt.

    Meine Kommentare als eine Art „Versuch“ etwas zu dichten 🙂

    Falls Sie mal Zeit dazu finden und am PC die jeweils letzten Kommentare abrufen können.

    https://youtu.be/HIBE9pmGXt0

    https://youtu.be/vYGMAsJv6vs

    Ich finde, dass das erste Video eine wirklich gelungene Präsentation ist.
    Mit meinem letzten Kommentar, ist sie jetzt fast schon perfekt.

    Liebe Grüße und Ihr Gedicht hat mich an meine Jugend erinnert.

    Der Olaf Hantl, ist seit Jahren wie vom Erdboden verschluckt,
    der *turnt“ oder „spaziert“ durch’s Internet und freut sich, wenn er dabei nicht auf die Nase fällt.

    Ich habe mir vor 2 Wochen einen gebrauchten PC gekauft und bin jetzt echt happy.
    Das alte Windows 7 auf einen Intel I7 PC. Das ist, als würde man die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig unter der Tastatur bewegen.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende.

    Herzlichst

    Olaf Hantl

    • Lieber Olaf Hantl, auch mir ist eine alte Schulfreundin völlig „verloren gegangen“, darum kann ich Sie gut verstehen. Mit Ihrem neuen PC wünsche ich viel Spaß und wenig Stress beim Einrichten der Programme. Aber lieber nicht deswegen „wie vom Erdboden verschwinden“! Vielen Dank für die beiden Links, die ich mir gerne ansehen werde.
      Herzliche Grüße! J. A.

  2. Michael Amthor

    Sehr schön!

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