Gedanken Gedichte Sonstiges

Pastorale – Gedicht

Pastorale

Im Morgengrau, im ersten Dämmerlichte,

erklingt ein Hahnenschrei aus einem Stall,

ein Finken Lied aus einer alten Fichte –

und einer Amsel flötend Pastoral’.

 

Beim Bauer Intemann hört man die Kühe,

die sich behäbig in die Boxen schmiegen

und bei den Meinkes mäen in der Frühe,

schon Schafe, die bequem noch liegen…

 

Aus einer fernen, unbestimmten Richtung,

erklingt ein Kuckucksruf, dennoch so klar –

und aus der gut geschützen Hochmoor – Lichtung,

verrät ihr Schall ein brütend Kranich-Paar.

 

So tönt es friedlich durch den frühen Morgen,

ein Taubenpaar gurrt zärtlich auf dem Ast –

und an dem Wassertümpel, halb verborgen,

verweilen Frösche quakend im Morast.

 

 

Doch plötzlich bullert es im Weiher!

Erstarrt sind Mensch und Tier zugleich;

denn lautlos nahte sich der Reiher

und fischt ein Fröschlein aus dem Teich!

 

Dann wieder, in dem sanften Morgenlichte,

kräht jetzt noch einmal der bewusste Hahn,

die Finken singen – und aus einer Fichte,

fängt es erneut zu tirilieren an.

J. A.

 

 

Graureiher am Teich

3 Kommentare

  1. J. E. A.

    Eine Verneigung vor der 6. Sinfonie von Beethoven.?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.